Please wait...
News / Medien gründen: Fünf Unternehmer verraten ihre wichtigsten Erfahrungen
Tipps, u.a. von Fabian Walter (Foto: Steuerfabi)
29.10.2026   Aktuelles
Medien gründen: Fünf Unternehmer verraten ihre wichtigsten Erfahrungen
Einfach anfangen, dranbleiben, Verantwortung übernehmen: Fünf Mediengründer erzählen in der „Wirtschaftsjournalist:in“, wie sie ihre Unternehmen aufgebaut haben, welche Fehler sie gemacht haben und was sie anderen raten.
Ein eigenes Medium gründen, statt für einen Verlag zu arbeiten? Wie lässt sich aus einer journalistischen Idee ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln? Und worauf kommt es an, wenn man plötzlich nicht mehr nur Journalist, sondern auch Unternehmer ist?

Autor Roland Karle hat für die „Wirtschaftsjournalist:in“ fünf Gründer porträtiert. Fabian Walter erreicht als „Steuerfabi“ mit seinen Videos ein Millionenpublikum. Peter Schwierz hat mit „Electrive“ ein Fachmedium für Elektromobilität aufgebaut. Philipp Raasch betreibt den Auto-Newsletter „Der Autopreneur“, Laura Frommberg das Luftfahrtmedium „Aerotelegraph“. Claas Beckmann hat mit den „VIP-Steuerköpfen“ ein Mitgliedermodell für Steuerkanzleien entwickelt.
 
Fünf Erkenntnisse aus ihren Gründungsgeschichten:

1. Fabian Walter: Einfach anfangen
Der als „Steuerfabi“ bekannte Gründer veröffentlichte 2020 erste Steuervideos auf Tiktok. Heute folgen ihm auf Instagram, Tiktok, Youtube und Linkedin mehr als eine Million Menschen. Sein Umsatz ist von etwa 200.000 Euro im Jahr 2021 auf rund eine Million Euro gewachsen. Sein Rat: „Anfangen, bevor man sich bereit fühlt“, und zwar nebenbei. Erst komme die Reichweite, dann das Vertrauen, dann das Geld. Zugleich warnt er: „Reichweite ist noch kein Geschäftsmodell.“

2. Peter Schwierz: Dranbleiben

Schwierz gründete „Electrive“ 2011 mit seinem Studienfreund Jens Stoewhase. Das Fachmedium finanziert sich vor allem über B2B-Werbung, dazu kommen Events und Auftragsproduktionen. Eines seiner größten Learnings: „Dranbleiben, hartnäckig sein.“ Wer mit einer Idee gründen wolle, müsse sich auskennen und sein Thema lieben.

3. Philipp Raasch: Machen schlägt planen
Raasch hatte zuvor bereits ein Start-up gegründet, einen App-basierten Reparaturservice für Fahrräder. „Der Autopreneur“ ist kostenlos und finanziert sich über Werbepartner. Ein Bezahl-Abo hat er im April 2026 eingestellt. Sein erstes Learning: „Machen schlägt planen. Mein erster Newsletter war peinlich.“ Ebenso wichtig seien Fokus und Geduld.

4. Laura Frommberg: Gründen heißt auch führen
Frommberg gründete „Aerotelegraph“ 2011 gemeinsam mit Stefan Eiselin. Das Luftfahrtmedium wurde rasch zum Selbstläufer. Ihre wichtigste Erfahrung: „Man schreibt nicht nur, sondern führt auch.“ Dazu gehöre, verlässliche Ansprechpartnerin für die Mitarbeitenden zu sein und auch unangenehme Entscheidungen zu treffen.

5. Claas Beckmann: Früh delegieren
Der gelernte Wirtschaftsjournalist kam eher zufällig zum Thema Steuern. Seit 2020 betreibt er die „VIP-Steuerköpfe“, einen Klub für Steuerkanzleien mit inzwischen über 1.000 Mitgliedern. Seine Learnings: Man brauche viel weniger, als man denkt, um ein Unternehmen zu starten. Und: „Je früher man Aufgaben delegieren kann, desto besser.“


Die vollständigen Porträts mit Geschäftsmodellen, Gründungsgeschichten, Erfahrungen und Zukunftsplänen sind in der Ausgabe 04+05/2026 der „Wirtschaftsjournalist:in“ erschienen.

 
Die wichtigsten News der Branche. Die aktuellsten Jobangebote. Jetzt Newsletter abonnieren.