Der frühere Kommunikationschef der Allianz, Emilio Galli Zugaro, wird von der "Wirtschaftsjournalist:in" für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der 66-Jährige leitete 23 Jahre lang die Kommunikation des Versicherungskonzerns. Davor war er in der Politik und im Journalismus tätig.
Was ihn antrieb, war die Frage, wie Macht entsteht. Sie führte ihn zuerst in die Politik, dann in den Journalismus und schliesslich in die Unternehmenskommunikation. In der
aktuellen Ausgabe der „Wirtschaftsjournalist:in“ blickt der gebürtige Neapolitaner auf seine Karriere zurück.
Seine berufliche Laufbahn begann Galli Zugaro 1979 als Assistent des Abgeordneten Piero Bassetti von der Democrazia Cristiana im italienischen Parlament. Parallel studierte er Politikwissenschaften in Würzburg und Rom.
1986 wechselte er in den Journalismus. Zunächst ging er als Deutschlandkorrespondent von „Italia Oggi“ nach Frankfurt, später arbeitete er als Reporter und Korrespondent unter anderem für die „Wirtschaftswoche“, „Il Mondo“, den „Corriere della Sera“, die italienische Ausgabe von „Fortune“ und die Schweizer „Finanz und Wirtschaft“, zuletzt auch aus Berlin.
1992 wechselte er die Seiten und wurde direkt Leiter der Konzernkommunikation der Allianz. Er baute die „Allianz Communications Academy“ auf und lehrte ab 1996 zudem an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2015 verliess er den Konzern und machte sich als Executive Coach selbstständig. Heute berät und coacht er Führungskräfte mit Fokus auf das Konzept „Communicative Leadership“.
Seine eigene Medienarbeit bei der Allianz beschreibt er als „ruppig, aber ehrlich“. Auch mit 66 Jahren ist er noch nah dran an der Macht und gibt sein Wissen als Mentor an junge Menschen weiter. „Ich habe aufgehört, diese Arbeit als Pro Bono zu bezeichnen“, sagt Galli Zugaro. „Denn sie ist Pro Emilio.“ Zum Älterwerden hat er eine klare Haltung: „Es gibt für alles ein Alter.“ In seinem jetzigen Beruf sei er wegen seiner grauen Haare gefragt, „und nicht trotz meiner grauen Haare“.
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Das ausführliche Porträt von Kathi Preppner erscheint in der
aktuellen Ausgabe 04–05/2026 der „Wirtschaftsjournalist:in“. Darin geht es unter anderem auch um die Expansionspläne von Gabor Steingarts Media Pioneer, die Wahl der Mediensprecher des Jahres, Kirsten Ludowig vom Handelsblatt spricht über Führungsgrundsätze und dm-Chef Christoph Werner über Polarisierung, öffentlichen Druck und den richtigen Umgang mit Shitstorms.