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News / Im geheimen Sonderzug nach Kiew
Leila Al-Serori (Foto: SZ/F. Bungert)
05.10.2026   Aktuelles
Im geheimen Sonderzug nach Kiew
Sieben Journalisten durften Bundeskanzler Friedrich Merz auf seiner Reise nach Kiew begleiten. Eine von ihnen war „Handelsblatt“-Reporterin Leila Al-Serori. In einem persönlichen Bericht schildert sie nun, wie die unter strenger Geheimhaltung organisierte Reise für die mitreisenden Journalisten ablief.
Erst kurz vor der Reise erhielt Al-Serori einen Anruf aus dem Bundespresseamt mit der Frage, ob sie den Kanzler begleiten wolle – verbunden mit strikter Vertraulichkeit. Los ging es schon kurz danach, am 3. Oktober: zunächst mit der Luftwaffe von Berlin nach Polen an die ukrainische Grenze, anschließend neun Stunden über Nacht mit einem Sonderzug nach Kiew. Normalerweise begleiten nach Angaben Al-Seroris rund 25 Journalisten den Kanzler, diesmal waren es aus Sicherheitsgründen nur sieben.

Auch während der Anreise galt eine Nachrichtensperre. Erst nachdem Merz den Bahnhof in Kiew verlassen hatte, durften die Journalisten über seinen Besuch berichten. Die russische Seite hatte am Samstag allerdings bereits vor Reisen nach Kiew gewarnt. Während des Aufenthalts des Kanzlers kam es zu mehreren Drohnenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt.

Al-Serori beschreibt zudem ihre persönlichen Eindrücke von ihrer ersten Ukraine-Reise: Besonders beeindruckt habe sie die Gleichzeitigkeit von Krieg und Alltag – offene Cafés neben beschädigten Gebäuden, Familien mit Kinderwagen neben der gepanzerten Fahrzeugkolonne des Kanzlers und eine Stadt, in der Normalität und Bedrohung unmittelbar nebeneinander existieren. (he)

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