Für seinen neuen Podcast „Today – Das Interview“ hat das Handelsblatt OpenAI-Chef Sam Altman in San Francisco interviewt. Im Gespräch mit Reporter Felix Holtermann geht es unter anderem um die Risiken von KI, den weltweiten Wettbewerb und die Bedeutung Deutschlands für OpenAI.
Ein Schwerpunkt des Gesprächs ist die Sicherheit von KI-Systemen. Altman räumt ein, dass sich Zwischenfälle nicht verhindern lassen: „Bei dieser Entwicklung wird es zu Zwischenfällen kommen. Es wird Dinge geben, die schiefgehen.“ Zugleich warnt er vor neuen Gefahren durch Cyberangriffe. Schon bald werde es Open-Source-Modelle geben, die zu solchen Angriffen fähig seien.
Auch die Folgen der KI-Nutzung für den Menschen sieht Altman nicht nur positiv. Er warnt vor einer „kognitiven Atrophie“ – also der Gefahr, dass Menschen durch den zunehmenden Einsatz von KI Fähigkeiten zum eigenständigen Denken verlieren könnten. Seine eigenen Kinder wolle er deshalb nur vorsichtig an die Technologie heranführen.
Ausführlich geht es zudem um Deutschland. Altman bezeichnet das Land als einen der größten und am schnellsten wachsenden Märkte für OpenAI. Nach München will das Unternehmen auch ein Büro in Berlin eröffnen. Holtermann konfrontiert Altman außerdem mit seiner zwischenzeitlichen Entlassung bei OpenAI im Jahr 2023 und fragt ihn direkt: „Herr Altman, sind Sie ein pathologischer Lügner?“ Altman entgegnet mit Blick auf den damaligen Konflikt: „Ich denke, die Geschichte hat gezeigt, dass sie unrecht hatten.“
Das Gespräch ist beim Handelsblatt als Videopodcast und als schriftliches Interview erschienen.
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