Kieserling argumentiert in der F.A.S., Tageszeitungen müssten Wirtschaftsthemen stärker für ein allgemeines Publikum aufbereiten. Als mögliche Alternative zum klassischen Wirtschaftsjournalismus skizziert er eine stärker personalisierte Berichterstattung, die wirtschaftliche Entwicklungen über handelnde Personen und deren Verantwortung erzählt.
Dabei beruft er sich unter anderem auf die Medienkritik von Peter Glotz sowie auf eine dänische Studie zum Rollenverständnis von Wirtschaftsjournalisten.
Der Soziologe bezeichnet den Wirtschaftsteil als jene Sparte der Tageszeitung, die seit rund einhundert Jahren besonders häufig kritisiert werde. Seine zentrale These: Viele Wirtschaftsressorts berichteten vor allem über Themen, die für Führungskräfte relevant seien, während Arbeitnehmer, Verbraucher und andere Teile der Leserschaft vergleichsweise wenig Beachtung fänden. (he)
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