Mehr Produktivität, sinkende Preise, KI-Agenten als neue Gatekeeper und eine Technologie, die längst zur Management-Aufgabe geworden ist: FAZ-Digitalwirtschaftsredakteur Holger Schmidt sieht die Künstliche Intelligenz an einem Wendepunkt. Zehn Entwicklungen hält er derzeit für besonders prägend.
Diese Einschätzung präsentierte Schmidt bei seinem jährlichen Überblick „Zur Lage der KI 2026“ auf der dritten KI-Konferenz der FAZ Digitalwirtschaft. Darin fasst der profilierte KI-Beobachter die wichtigsten Trends zusammen, die Wirtschaft und Arbeitswelt derzeit verändern.
Schmidt sieht Deutschland beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz zwar auf einem guten Weg. Die Entwicklung verlaufe kontinuierlich, zugleich falle Deutschland im internationalen KI-Wettbewerb aber zurück. Zugleich würden leistungsfähigere Modelle, eine stark wachsende Zahl an Tokens und sinkende Preise den Einsatz von KI weiter beschleunigen.
Besonders weitreichend dürfte nach Schmidts Einschätzung der Einsatz von KI-Agenten werden. Die größten Produktivitätssprünge erzielten Unternehmen nicht durch einzelne Chatbots, sondern dann, wenn sie Prozesse grundlegend neu organisierten und Agenten eigenständig Aufgaben übernähmen. KI werde dadurch zunehmend zum Motor neuer Geschäftsmodelle und zugleich zum Gatekeeper für den Zugang zu Kunden.
Für Unternehmen sei KI deshalb längst kein reines IT-Thema mehr, sondern eine Management-Aufgabe. Führungskräfte müssten die Technologie strategisch einsetzen und ihre Organisation darauf ausrichten. Gleichzeitig komme KI immer stärker auf dem Arbeitsmarkt an – während die öffentliche Debatte über Chancen und Risiken der Technologie zunehmend polarisiere.
Zu Schmidts zehn Thesen zählen außerdem die Entwicklung an den Börsen, wo der KI-Superzyklus nach seiner Einschätzung intakt ist, sowie die Frage, wie Europa und Deutschland im globalen KI-Wettbewerb künftig bestehen können.
Den ausführlichen Konferenzbericht inklusive Videos gibt es
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