Die deutschen Fachmedien haben 2025 trotz schwieriger Konjunktur zugelegt – getragen von starkem Digitalwachstum und einem Boom bei Präsenzveranstaltungen. Der Gesamtumsatz stieg um 2,5 Prozent auf 8,75 Milliarden Euro.
2024 hatte die Branche noch ein Erlösminus von 0,4 Prozent verbucht. Die Zahlen stammen aus der Fachpresse-Statistik der Deutschen Fachpresse, die auf einer Marktschätzung und einer Mitgliederbefragung basiert.
Stärkste Säule ist inzwischen das Digitalgeschäft: 4,2 Milliarden Euro – fast jeder zweite Umsatz-Euro – kommen aus digitalen Angeboten, die mit plus 7 Prozent zweitstärkstes Wachstumssegment waren. Noch dynamischer entwickelten sich Events und Messen mit einem Plus von 9,8 Prozent. Gut gebuchte Präsenzveranstaltungen treiben das Segment, das inzwischen knapp 11 Prozent der Gesamterlöse beisteuert. Print bleibt mit 3,13 Milliarden Euro zwar die zweitgrösste Erlösquelle, verliert aber weiter an Boden: minus 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Generative KI ist in der Branche vollständig angekommen – alle befragten Unternehmen nutzen sie, mehr als die Hälfte hat entsprechende Technologien in eigene Systeme integriert. Fachpresse-Sprecher Holger Knapp sieht die Branche auf gutem Kurs, räumt aber ein, dass kleinere Verlage – etwa beim Technologieeinsatz – vor grösseren Herausforderungen stehen. Beim Personal ist die Stimmung vorsichtig optimistisch: Nachdem 2024 noch 58 Prozent der Unternehmen Stellen abgebaut hatten, rechnen für 2025 nur noch 26 Prozent mit einem Rückgang.
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