Hinter dem Projekt stehen drei Investoren: der Medienmanager Rusmir Nefic, der als CEO fungiert und das Projekt vom Hauptsitz Wien aus steuern will, sowie die Unternehmer Alexander Schütz und Benjamin Lakatos. Die drei haben von der CNBC-Mutter Versant eine Franchiselizenz mit zehnjähriger Laufzeit erworben.
Geplant ist eine Multimedia-Plattform mit TV-Sender, digitalen Formaten, Social Media, Veranstaltungen – und sogar einem Printmagazin. «Führungskräfte auf C-Level mögen es immer noch, ein gedrucktes Produkt in den Händen zu halten, in dem die wichtigen Geschichten eines Monats intensiv beleuchtet werden», sagt Nefic. Finanziert werden soll das Angebot über Werbung und Digital-Abos, die anvisierte monatliche Reichweite liegt bei 5 bis 6 Millionen.
Von den geplanten 200 Mitarbeitenden sollen 100 in Deutschland arbeiten, vor allem in Frankfurt. Nefic sucht seine «Content Creators» – so lautet die interne Bezeichnung, nicht «Journalisten» – auch außerhalb der Medienbranche: in der Finanzindustrie, bei Analysten und Händlern, aber auch in der Finfluencer-Szene. «Bei uns gibt es das Jobprofil des Journalisten nicht», sagt er.
Der Markt ist nicht ohne Risiko: Bloomberg, die «Financial Times Deutschland» und das «Wall Street Journal Deutschland» sind im DACH-Raum allesamt gescheitert. Nefic sieht den Grund im zu engen Fokus auf einzelne Plattformen: «Das A und O ist es, Inhalte über mehrere Plattformen zu monetarisieren.» Der Break-Even ist laut Mitinvestor Schütz für das Ende des dritten Jahres geplant – «ein aggressiver Plan», wie Nefic selbst einräumt.
Die ausführliche Story von Autor Henning Kornfeld ist in der aktuellen Jubiläumsausgabe der Wirtschaftsjournalist:in zu finden.
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