Die Private-Equity-Leitmesse SuperReturn gerät wegen ihrer Pressevorgaben in die Kritik. Journalisten sollen vor Zitaten die Zustimmung von Konferenzteilnehmern und Rednern einholen.
Der Wirtschaftsjournalist Klaus Max Smolka reagiert darauf mit einem Boykott. In einem LinkedIn-Beitrag schreibt Smolka, bei einer Konferenz mit erwarteten 6000 Teilnehmern höre ein großes Publikum öffentliche Panels und Vorträge mit – trotzdem solle die Presse vor Zitaten jede einzelne Person um Erlaubnis bitten. Er habe seine Teilnahme deshalb storniert.
In den Presse-Guidelines heißt es wörtlich: „Journalists should obtain consent before quoting individuals.“ Der Veranstalter verweist dabei auf den „Code of Conduct“ der Veranstaltung.
Die Regelung gelte demnach seit vielen Jahren. Smolka erklärte dagegen, er könne sich nicht erinnern, bei früheren Anmeldungen ausdrücklich per Checkbox einem solchen Kodex zugestimmt zu haben. Erst nach einem zusätzlichen Hinweis nach der Registrierung sei ihm die konkrete Vorgabe aufgefallen.
In den Kommentaren auf LinkedIn erhielt Smolka Unterstützung aus der Medienbranche. Meike Schreiber (Süddeutsche Zeitung) bezeichnete die Vorgaben als „völlig indiskutabel“. Stefan Schaaf von Capital schrieb: „Keinesfalls akzeptieren.“
Die SuperReturn International findet vom 8. bis 12. Juni 2026 im InterContinental Berlin statt und gilt als eine der wichtigsten internationalen Veranstaltungen der Private-Equity-Branche (he).
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