Das Anbieterportal von „ Finanzfluss“ existiert nicht mehr. Warum der Gründer auf einen sechsstelligen Jahresumsatz verzichtet.
Das Bewertungsportal für Anbieter von Finanzprodukten wie Banken, Brokern, Versicherungen & Co hatte 500.000 Pageviews im Monat, 25.000 echte Nutzerbewertungen, einen sechsstelligen Umsatz pro Jahr. Es sei oft versucht worden, von Mitbewerbern zu kopieren, sagt Co-Founder Thomas Kehl von „Finanzfluss“.
Warum wurde es dann geschlossen? Auf Linkedin nennt der Geschäftsführer die Gründe: „Intern haben wir es irgendwann nur noch das „Hate-Portal" genannt. Warum? Weil das Review-System schlicht kaputt ist.“
Das Problem Nummer eins war: Organisch kamen fast ausschließlich negative Reviews rein. Außerdem hätten viele Anbieter von Finanzprodukten das System aktiv ausgehebelt. Sie schickten massenhaft eigene Kunden auf das Portal, um ihren Score mit Fünf-Sterne-Bewertungen hochzuziehen. „Manche waren dabei so unseriös, dass teilweise der KI-Prompt, mit dem sie generiert wurden, noch dabei war“, so Thomas Kehl.
Schlussendlich unterschieden die Reviews nicht zwischen guten und schlechten Anbietern. Sie unterscheiden nur zwischen Anbietern, die aktives Review-Management betreiben, und solchen, die es nicht tun.
Das sei kein Mehrwert für die Community. Das sei das Gegenteil davon. „Unser Ziel war immer, Menschen dabei zu helfen, gute von schlechten Finanzprodukten zu unterscheiden. Dafür brennt unsere Verbraucherredaktion um Franziska von Haaren. Und genau das ist der Weg, den wir mit Finanzfluss weitergehen wollen“.
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