Wen und was Wirtschaftsredaktionen wirklich suchen. Fragen und Antworten zu Arbeitsmarkt, Gehältern, Karriere und KI. Heute die Sicht von „Wiwo“-Vize Maja Brankovic.
Der Arbeitsmarkt im Wirtschaftsjournalismus verändert sich spürbar: Redaktionen stellen selektiver ein und erwarten mehr als solide Schreibe und Fachwissen. Welche Profile gefragt sind, welche Fähigkeiten zählen, wie sich Gehälter entwickeln und welche Rolle KI spielt: Roland Karle hat für „Wirtschaftsjournalist:in" Fragen zum Einstieg, zur Karriere und zu den Perspektiven im Beruf gestellt.
Hier die Antworten von Wiwo“-Vize Maja Brankovic:
Was müssen Wirtschafts- und Finanzjournalisten heute besonders gut können?
Für Maja Brankovic „beginnt alles mit echter Neugier“. Gute Wirtschafts- und Finanzjournalisten sind getrieben von ihrem Willen, so viel wie möglich zu verstehen. „Sie fragen hartnäckig: Warum ist das so? Was bedeutet das? Und was hängt daran?“ Außerdem sind, so die stellvertretende Chefredakteurin der „Wirtschaftswoche“ guter Stil und fachliche Kompetenz weitere zentrale Eigenschaften.
Mit welchem Profil hat man die besten Chancen?
Beim Profil sei sie ziemlich unideologisch, sagt Maja Brankovic. „Es ist mir wirklich egal, ob jemand mit 15 schon die Schülerzeitung herausgegeben hat. Viel wichtiger ist ein wacher, begeisterungsfähiger und origineller Geist.“ Aber jede Zeit habe auch ihre Trends, was bestimmte Fähigkeiten verlangt. „Die geopolitische und wirtschaftliche Lage ist gerade sehr komplex und sie wird es wohl auch bleiben. Das macht analytische Köpfe mit tiefem Verständnis volkswirtschaftlicher Zusammenhänge besonders spannend.“
Braucht es mehr als früher Multitalente?
Das Etikett „Multitalent“ allein reicht nicht aus. „Was wir heute mehr brauchen“, so Maja Brankovic, „sind Menschen, die echte Lust auf Journalismus haben – und denen es wichtig ist, dass ihre Arbeit auch die Menschen erreicht“.
Den vollständigen Beitrag mit allen Interviewten lesen Sie in der Printausgabe.