Für die FAZ berichtet er aus Baden-Württemberg. Warum die Zeiten gerade besonders aufregend sind.
Roland Karle hat für die Printausgabe von „
Wirtschaftsjournalist:in“ mit Benjamin Wagener gesprochen. Hier ein Auszug:
"Auf Linkedin wird ja gerne gratuliert, glückgewünscht, mitgefreut und wertgeschätzt. Mitunter wird’s aber auch konkret und es entstehen Kontakte mit berufslebensverändernder Wirkung. So wie bei Benjamin Wagener, damals Pressesprecher des Automobilzulieferers ZF in Friedrichshafen, der plötzlich eine Frage in seinem Postfach entdeckte: „Haben Sie mal Zeit für ein Telefonat?“ Absender war Sven Astheimer, der bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) die Unternehmensberichterstattung verantwortet. Bald darauf hörte ihn Wagener fragen: „Brennt in Ihnen noch die journalistische Leidenschaft?“
Danach ging’s zügig: Die beiden Herren trafen sich in Stuttgart, sprachen eineinhalb Stunden miteinander und „waren schnell auf einer Wellenlänge“, wie sich Wagener erinnert. Bedenken, dass es in der Redaktion gegenüber dem „PR-Mann“ Vorbehalte geben könnte, lösten sich schnell auf. Im Gegenteil: Herausgeber Gerald Braunberger betrachtet den Ausflug in die Unternehmenskommunikation sogar als Pluspunkt. Tenor: Es kann doch nur gut sein, wenn jemand weiß, wie Konzerne ticken und es dort zugeht.
Seit Februar 2024 ist Benjamin Wagener mittlerweile ein „FAZ“-Mann, genauer gesagt der Wirtschaftskorrespondent für Baden-Württemberg. Ein neuer Job, ein neuer Arbeitgeber, eine neue Erfahrung. „Als Korrespondent hatte ich bislang noch nicht gearbeitet“, sagt Wagener. Organisatorisch sei das kein Problem, es braucht nicht mehr als einen Schreibtisch, Laptop, Handy und funktionierendes „Teams“, um sich mit den Kollegen in Frankfurt und anderswo jederzeit verbinden zu können. An das Allein-im-Büro-sein musste sich der 51-Jährige aber doch erst gewöhnen. „Ich mag den Alltag in einer Redaktion“, sagt Wagener und meint damit das ungeplante Gespräch an der Kaffeemaschine über Themen und aktuelle Ereignisse, den spontanen Austausch beim Mittagessen, die persönliche Verabredung.
Den vollständigen Bericht lesen Sie in der Printausgabe.