Migräne oder zu kritische Fragen? WEF-Gründer Schwab bricht Podcast mit Yascha Mounk abrupt ab
Kleiner Eklat um einen der mächtigsten Männer der globalen Wirtschaftspolitik: Klaus Schwab hat ein Podcast-Interview mit dem Politikwissenschaftler und ZEIT-Herausgeber Yascha Mounk nach rund 20 Minuten beendet.
Das Gespräch war ursprünglich im Zusammenhang mit Schwabs neuem Buch „Restoring Truth and Trust“ zustande gekommen. Der Gründer des Weltwirtschaftsforums hatte Mounk zunächst wegen eines möglichen Empfehlungstextes kontaktiert; daraus entwickelte sich ein Interview für Mounks Podcast „The Good Fight“.
Im Gespräch stellte Mounk kritische Fragen zur Rolle globaler Eliten und zum Vertrauensverlust politischer Institutionen. Nach Darstellung des Politikwissenschaftlers reagierte Schwab zunehmend verärgert.
Mounk zum Ablauf des Interviews auf
www.yaschamounk.de : "Nach wenigen Fragen wurde klar, dass das Gespräch nicht gut lief. Wann immer ich einen Punkt, den er machte, behutsam in Frage stellte, wirkte Schwab sichtlich verärgert. Nach etwa zwanzig Minuten brach er plötzlich das Gespräch ab und sagte, er habe Migräne."
Mounk veröffentlichte das Gespräch anschließend – entsprechend kurz – samt Transkript auf seiner Website. Auch den kurzen Podcast stellte Mounk online, obwohl er von Schwabs Team mehrfach gebeten worden sein soll, von einer Veröffentlichung abzusehen.
Schwab gründete 1971 das Weltwirtschaftsforum (WEF) und machte das Treffen in Davos zu einem zentralen Forum für internationale Wirtschafts- und Politikeliten.