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News / Anne Kokenbrink lädt auf den Hof
Anne Kokenbrink (Foto: Schildmann)
26.02.2026   Aktuelles
Anne Kokenbrink lädt auf den Hof
Die FAZ-Wirtschaftsredakteurin versteht was von Landwirtschaft. Da können viele Kollegen nicht mithalten. Berichten tun sie trotzdem.
In großen Medienhäusern fehlen Experten für Agrarthemen. In der Printausgabe von "Wirtschaftsjournalist:in" haben Jennifer Spatz und Kolleginnen das Theme aufgegriffen.
 
Hier eine Zusammenfassung:
Landwirtschaft im Zerrspiegel der Medien, lautet die Überschrift des Beitrags. Die Landwirtschaft kommt in der Öffentlichkeit als Krisenbranche rüber. Umweltschutz, Agrarpolitik, Subventionen und Innovationen waren im vergangenen Jahr Hauptthemen der medialen Debatte. Dabei kommt die Branche nicht gut weg. 
 
Die Ursache für das verzerrte Bild in den Medien ist laut den befragten Fachjournalisten das Fehlen von sachkundigen Kolleginnen und Kollegen in den großen Publikumsmedien. Dort decken oft Wirtschafts- oder Boulevardredaktionen diesen Bereich ab, während in den Fachmedien zumeist studierte Landwirte sitzen, beklagt Sabine Leopold von "agrarheute".
 
In vielen Zeitungshäusern fehle das Grundlagenwissen. Auch würden bei der Bilderauswahl falsche Maschinen gezeigt. Schwerwiegender seien jedoch falsch eingeordnete oder unreflektiert wiedergegebene Studienergebnisse. Darüber ärgert sich Anne Kokenbrink, FAZ-Wirtschaftsredakteurin mit Studium der Agrarwissenschaften. Sie erinnert an eine „Bund“-Studie über deutsche Erdbeeren aus dem Jahr 2023 zur Pestizidbelastung. Die Nachfrage bei etablierten Institutionen seitens großer Zeitungen sei unterblieben. „Das geht auf Kosten der Landwirte.“
 
Ein Zerrbild der Landwirtschaft entsteht auch, wenn immer nur beim Deutschen Bauernverband nachgefragt wird, moniert Klaus Knippertz, freier Fachjournalist. Präsident Joachim Rukwied spreche nicht für alle Landwirte. Innerhalb der Landwirtschaft gebe es viele Lager. Klaus Knippertz rät, auch mal bei kleineren Verbänden nachzufragen. Sein Beispiel: Beim Thema Milchproduktion den Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, den Bayerischen Bauernverband und das Landvolk Niedersachsen zu befragen. „Immer hilfreich sind Kenntnisse über die Struktur der Landwirtschaft in Deutschland, um einschätzen zu können, wer das größte Interesse an bestimmten Themen hat.“
 
Die Milchbäuerin Katharina Leyschulte wünscht sich, dass „Journalisten häufiger auf Landwirte zugehen“. Dann kämen auch mal „Erfolgsgeschichten abseits der großen Streitthemen“ in die Medien. Diese Erfahrung teilt sie mit Anne Kokenbrink: „Die anfängliche Skepsis flacht dann ganz schnell ab – beiderseits.“


Der vollständige Beitrag findet sich in der Printausgabe von "Wirtschaftsjournalist:in".
 
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