Gemeinsam mit Kollegen hat der Investigativ-Journalist auf den Medizinskandal hingewiesen. Nun hat ein Gericht entsprechend geurteilt.
„Journalismus wirkt“, freut sich Frederik Obermaier auf Linkedin. Der Gründer und Geschäftsführer von „Paper Trail Media“ hatte vor acht Jahren gemeinsam mit Katrin Langhans, Catherine Boss, Maximilian Ferst und Franziska von Malsen aufgedeckt, dass die Wirbelsäulenprothese Cadisc-L im Test mit Affen und Menschen versagt hat, aber trotzdem auf den Markt gebracht wurde.
„Splitter im Rücken“ hieß der Beitrag in der „Süddeutschen Zeitung“. Eine künstliche Bandscheibe wurde an Affen getestet. Das Resultat: verheerend. Dennoch wurde sie in etlichen europäischen Krankenhäusern implantiert.
Jetzt wurde einer der Ärzte, der daran beteiligt war, in der Schweiz verurteilt: „Seine persönlichen Interessen waren ihm wichtiger als die Sicherheit der Patienten“, urteilte das Regionalgericht Bern-Mittelland. Der renommierte Berner Chirurg erhält eine Freiheitsstrafe von 17 Monaten bedingt, wegen eventualvorsätzlicher versuchter schwerer Körperverletzung. Trotz bekannter Probleme bei Tierversuchen implantierte er die fehlerhafte Bandscheibenprothese bei sieben Patientinnen und Patienten.
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