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Marian Kulig (Foto: Verbraucherzentrale NRW)
17.02.2026   Aktuelles
Von Marian Kulig lernen
Junge Menschen ziehen ihr Finanzwissen aus Youtube-Videos, Instagram-Reels oder Tiktoks. Was der Verbraucherschützer davon hält.
Kathrin Preppner ist für „Wirtschaftsjournalist:in“ der Frage nachgegangen, was sich der Finanzjournalismus von Finfluencern abschauen kann. Ein Auszug:
 
 „Als Antwort auf die Entwicklung des Geschäftsfelds hat die Verbraucherzentrale NRW Anfang vergangenen Jahres selbst einen Finfluencer-Kanal eingerichtet. Gesicht des Kanals „faktencheck_finanzen“ auf TikTok ist Marian Kulig, der auch das Projekt der Düsseldorfer leitet. Mit Puschelmikrofon in der Hand sitzt der 28-Jährige in seinem Wohnzimmer und erklärt, vor welchen Finanztipps man sich in Acht nehmen sollte.
 
Woran man „shady Nebenverdienste“ erkennt. Und wie ein Schneeballsystem funktioniert. Das ist nicht so witzig wie „Professor Finanzen“ – aber lockerer als ein klassischer Verbraucherzentrale-Kanal. Mit derzeit rund 3000 Followern ist das Angebot aber noch längst nicht so populär wie viele andere Kanäle in der Zielgruppe.
 
„Auf TikTok haben Akteure das Thema Geld gekapert, die gezielt mit den Träumen und Sehnsüchten junger Menschen spielen, um daraus Kapital zu schlagen“, sagt Kulig. „Da sind zum Teil angebliche 17-jährige Jungunternehmer unterwegs mit goldener Rolex am Handgelenk und Lamborghini in der Einfahrt, die ihre vermeintliche Erfolgsformel allzu bereitwillig teilen.“ Es mache etwas mit jungen Menschen, wenn sie in den sozialen Medien auf solchen Content treffen. Viele hätten eine völlig falsche Vorstellung von Geld und Finanzen, wollten reich werden, ohne zu arbeiten – so wie es ihnen die Content Creator scheinbar vorleben.
 
„Mit unserem Kanal wollen wir ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es nicht so leicht ist, wie manche versprechen“, sagt Kulig. Ihm ist wichtig, nicht als Spielverderber aufzutreten, sondern eher wie der große Bruder. „Ich will nicht sagen: Deine Finanzträume sind totaler Quatsch, geh mal lieber arbeiten.“


Den vollständigen Beitrag lesen in der Printausgabe von "Wirtschaftsjournalist:in".
 
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