Die „Wirtschaftswoche“ wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Das war der Grund für eine Recherche in eigener Sache.
Martin Dowideit fuhr nach Koblenz, um im Staatsarchiv über den Gründer des „Wirtschaftswoche“-Vorgängers „Der deutsche Volkswirt“ zu recherchieren. Hier eine Zusammenfassung seines
Berichts, der auf Linkedin nachzulesen ist.
Gustav Stopler hatte die Zeitschrift 1926 in Berlin gegründet. Der gebürtige Österreicher wollte eine Wochenzeitung mit wirtschaftspolitischem Inhalt herausgeben. Martin Dowideit fand ein Zitat von Joseph Schumpeter, der in der Gründungsausgabe einen Gastbeitrag geschrieben hatte und den Gründer Gustav Stolper motivierte: „Ihr Deutscher Volkswirt muss eine große Sache sein oder gar nicht.“
Gar nicht kam 1933, als der Gründer der Zeitung vor den Nazis in die USA emigrieren musste. Die neuen Eigentümer brachten die Publikation auf Linie mit den Ansichten der neuen Regierung.
Im Jahr 1949 wird die Zeitschrift wiederbelebt. Ihr Ziel: die Würdigung „aller (…) Tatsachen des wirtschaftlichen Lebens vom Standpunkt des liberalen Denkens“.
Die Rubrik „Aus der Woche“ wird schließlich Namensgeberin für das moderne Publikumsmagazin, zu dem sich der Volkswirt später wandelt: „WirtschaftsWoche“. Das Fundament, das Gustav Stolper vor hundert Jahren gelegt hat, hält bis heute.
Im Jahr 1970 wird aus dem „Volkswirt“ die „WirtschaftsWoche“. Stolpers Konzept lebt weiter: Wirtschaft gesamtheitlich als ein Zusammenspiel aus Politik, Unternehmen und Märkten zu betrachten.
Sie möchten sich über Neuigkeiten in der Branche, Personalien, offene Jobs und aktuelle Journalistenpreise informieren? Dann bestellen Sie unseren kostenlosen Newsletter!
Sie haben Personalnews in eigener Sache oder aus Ihrem Medienhaus? Mailen Sie die Infos bitte an personalmeldungen@oberauer.com